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Fassaden- und Dachsanierung Sanierung Umweltstützpunkt GSJ mbH

Umweltstützpunkt GSJ

Text: Thüringer Allgemeine

"Im Märchendorf am Gondelteich in Weißensee wurden einst Märchenfiguren lebendig, es wurde gelesen, gespielt, gebastelt und gefeiert. Ein wahres Paradies für Kinder, das jedoch schon lange nicht mehr existiert. Nach Jahren des Leerstands und Zerfalls übernahm die Gemeinnützige Gesellschaft für Jugend- und Sozialarbeit (GJS) Ende 2024 das rund 4000 Quadratmeter große Gelände.

Der Standort soll zu einem Naturstützpunkt entwickelt werden. Landschaftspflege, Tourismus und Natur- und Umweltschutz sieht GJS-Geschäftsführerin Andrea Fritsche als Schwerpunkte.

Inzwischen ist der Umzug der GJS komplett erfolgt. An die zehn Container Müll und bestimmt 50 Schaufensterpuppen seien entsorgt worden, schätzt Andrea Fritsche. 20 bis 30 tote Bäume mussten gefällt, zehn Weiden geköpft werden. Die Märchenwagen wurden an Interessenten abgegeben. „Die meisten gingen an Hühnerliebhaber“, weiß Andrea Fritsche.

Damit im ehemaligen Erlebnisbungalow des Märchendorfes die Werkstatt in Betrieb gehen konnte, galt es, die Elektrik zu erneuern. Neue Fenster und ein neues Tor wurden eingesetzt, das Dach ist neu, ebenso eine Verkleidung aus Holz.

Arbeiten an Waldschänken und Umweltobjekten

Naturbänke, Nistkästen, Insektenhotels und andere kleine Objekte für Natur und Umwelt sollen in der Werkstatt gefertigt und Reparaturen ausgeführt werden. Zuletzt arbeiteten die Mitarbeitenden an einer Waldschänke, die in Bilzingsleben stand und repariert werden muss.

Geschafft wurde die bisherige Umgestaltung des Areals von nur wenigen Menschen, betont Andrea Fritsche anerkennend. Die GJS habe hier aktuell fünf Mitarbeitende vorgesehen: zwei im Bundesfreiwilligendienst, zwei in öffentlich geförderter Beschäftigung und eine Stelle im Mindestlohn-Bereich, die derzeit unbesetzt ist.

Der nächste Schritt zur Weiterentwicklung des Geländes betrifft die Baracke oberhalb der jetzigen Werkstatt. Dort soll ein Aufenthaltsraum entstehen, sagt die GJS-Geschäftsführerin, die zugleich Vorsitzende der Initiative Landschaftspflege ist. Mit diesem Verein, der sein Domizil in der Nachbarschaft hat, arbeitet die GJS eng zusammen.

Auch an der Werkstatt soll es weitergehen. Bis 2027 stehen dort der Einbau neuer Türen und die Erneuerung von Schornstein/Öfen an. Dafür habe die GJS eine Leader-Förderung über 10.000 Euro erhalten, berichtet Andrea Fritsche.

Ein Herzensprojekt ist für sie ein weiteres Leader-Vorhaben der Stadt Weißensee gleich hinter dem ehemaligen Märchendorf. Am Helbedamm soll ein Naturspielplatz entstehen – mit Spielgeräten aus Holz, Sichtfenstern in die Natur, Hörrohren. Und Andrea Fritsche ist optimistisch: „Bis ich Rente kriege, steht da hinten das Hexenhäuschen.“

Quelle: Thüringer Allgemeine

Hier einige Bilder von der alten Waldschänke.